Selbstverteidigung • Sicherheit • Selbstbehauptung

10 Hinweise für einen sicheren Schulweg ©

  

Kinder sind erwachsenen Angreifern körperlich immer unterlegen. Deshalb werden in den 2000 Schulen der EWTO in Deutschland, Österreich und der Schweiz Verhaltensregeln unterrichtet, die die Sicherheit der Kinder erhöhen.

1. Gemeinsam den Schulweg abgehen

Der kürzeste Weg muss nicht der sicherste sein. Kinder sollten Wege mit vielen Passanten nutzen, die sie im Notfall ansprechen können. Gehen Sie den Weg mit Ihrem Kind gemeinsam ab, zeigen Sie ihm Orte, beispielsweise Geschäfte, wo Ihr Kind im Notfall immer jemanden ansprechen kann. Ihrem Kind muss klar sein: Ich darf diesen Weg nie verlassen und muss zügig nach Hause gehen.

 

2. Gruppen bilden

Sprechen Sie sich mit anderen Eltern ab, damit kein Kind den Schulweg alleine gehen muss. Wichtig: Alle Eltern müssen dies mit ihren Kindern besprechen und ihnen klar machen, dass die Gruppe nie jemanden zurück lässt.

 

3. Distanz zu Fremden halten

Üben Sie mit Ihrem Kind Rollenspiele, idealerweise mit einem anderen Erwachsenen, der Ihr Kind beispielsweise in ein Gespräch verwickeln möchte oder versucht, es ins Auto zu locken. Fragt ein Erwachsener nach dem Weg, muss Ihr Kind weitergehen und darf nur eine Antwort geben: "Ich bin ein Kind, fragen Sie einen Erwachsenen!"

 

4. Geheimnisse verbieten

Kinder lieben Geheimnisse. Genau das versuchen Täter für sich auszunutzen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es keine Geheimnisse gibt, die Mama und Papa nicht wissen dürfen, egal was ein anderer Erwachsener sagt oder verspricht.

 

5. Namen auf Schulranzen vermeiden

Schreiben Sie den Namen sowie die Anschrift Ihres Kindes niemals von außen auf den Schulranzen oder Turnbeutel. Bringen Sie stattdessen lieber auf der Innenseite ein Schild mit Namen und Adresse an.

 

6. Codewort vereinbaren

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind ein Codewort, für den Fall, dass Sie es nicht wie besprochen von einem Treffpunkt abholen können. Egal ob Arbeitskollege oder Nachbar - nur wenn die Person das richtige Codewort nennt, steigt Ihr Kind zu ihr ins Auto.

 

7. Schreien üben

Sagen Sie Ihrem Kind nicht nur, dass es im Notfall um Hilfe schreien soll, üben Sie es auch gemeinsam. Es empfiehlt sich kurze Wörter zum Schreien (z.B.: "Hilfe! Nein! Stop, lassen Sie mich in Ruhe! Ich kenne Sie nicht!")

 

8. Passanten einbinden

Üben Sie mit Ihrem Kind und einigen Bekannten, wie man gezielt Passanten um Hilfe bittet. Ihr Kind muss lernen, Personen gezielt anzusprechen: "Sie dort in der roten Jacke, bitte helfen Sie mir. Dieser Mann verfolgt mich, ich habe Angst ..."

 

9. Rechte und Regeln erklären

Erklären Sie Ihrem Kind, was andere Erwachsene dürfen und was nicht. Besonders bei bekannten Personen, wie beispielsweise Nachbarn, sind viele Kinder zu vertrauensvoll. Stellen Sie klare Regeln für Ihr Kind auf, von denen es keine Ausnahmen gibt und üben Sie jede Regel als Rollenspiel.

 

10. Holen Sie sich Unterstützung

Eltern müssen Regeln für Ihre Kinder aufstellen. Diese persönlich mit den Kleinen zu üben ist oft schwer, denn Mama und Papa sind eben keine Fremden. Bitten Sie daher einen Bekannten, den Ihr Kind nicht kennt, bei einem Rollenspiel mitzuwirken oder nehmen Sie KONTAKT mit uns auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Die Goldene Regel bei allen Rollenspielen: Die Kinder müssen immer wissen, dass es sich um ein Spiel handelt und dürfen dabei nie Angst bekommen.


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